Selbsterfahrungsseminare zur Förderung und Entwicklung der Therapeutenpersönlichkeit

Seminar I: "Das Mondauge des Horus" - Seminar II: "Der verwundete Heiler"

Wie heil muss ein Mensch sein, um in seinem therapeutischen Umfeld wirkungsvolle Arbeit leisten zu können? Kann oder sollte ein seelisch verletzter Mensch überhaupt helfend oder heilend arbeiten?

Wer sich berufen fühlt, therapeutisch zu arbeiten, dem wird irgendwann bewusst werden, dass die eigene Verwundung und ihre Heilung, wesentliche Motivationsgründe waren. Bei einigen Menschen geschieht das Bewusstwerden eher leise, andere wiederum haben intensive Erfahrungen oder gehen durch eine tiefe Krise.


Erst das Erkennen, Akzeptieren und der selbstfürsorgliche Umgang mit den verletzten Stellen ermöglichen, sich selbst und anderen auf ihrem Heilungsweg zu unterstützen. Neben der Erfahrung, gestärkt aus einer Krise hervorgegangen zu sein, sind auch das Erkennen und Erleben der Grenzen von Heilung essentiell.


Die Teilnahme an dieser Seminarreihe macht Mut, sich den eigenen Themen zu stellen und fördert das Bewusstsein über das Heilungspotential in seelischen Verwundungen. Im Seminar Das Mondauge des Horus liegt der Schwerpunkt auf einer tiefen Selbsterfahrung, während das Seminar Der Verwundete Heiler die Basis für eine konkrete Umsetzung im eigenen Arbeitsfeld liefert.

Beide Selbsterfahrungsseminare unterstützen, die eigene Therapeutenpersönlichkeit zu entwickeln. Sie sind geeignet für alle Menschen in helfenden, heilenden und lehrenden Berufen. Aufeinander aufgebaut, ergeben sie eine sinnvolle Einheit, können aber auch einzeln gebucht werden.


Methodik und Didaktik

Die Seminare entsprechen Grundprinzipien der Gesundheitsentstehung (Salutogenese) und damit einem ressourcenorientiertem Umgang mit und der Re-Integration von Verletzungen im Sinne einer Ganz-Werdung.

Wir arbeiten mit u.a.: Körperarbeit, Meditation, Gestalttherapie, Tanztherapie, Kunsttherapie, Ritualarbeit und tiefenpsychologisch orientierten Elementen. Die Integration des Erlebten in den Praxis-Alltag ist wesentlicher Bestandteile der Seminare.


Zielgruppe:

Interessenten und Teilnehmer von psychotherapeutischen Ausbildungen, Berater, Menschen aus Pflegeberufen, Heilpraktiker, Psychotherapeuten, Sozial-Pädagogen, Psychologen, Ärzte, Seelsorger, Pädagogen.


Seminargebühr

300€ / pro Seminarwochenende


Seminarleitung

Marion Kampmann ist Heilpraktikerin, MSc Gesundheitswissenschaften, Gestalttherapeutin (DVG) und Supervisorin (DVG). Sie ist Fortbildungsleiterin am Eichgrund Institut und verfügt über mehrjährige Aus- und Weiterbildungen in ritueller Gestalttherapie, transpersonaler Psychotherapie, systemischer Therapie und transformativer Tanztherapie. www.marion-kampmann.de

Dr. Stephan Decker ist freiberuflicher Berater, Trainer und Coach mit einem Schwerpunkt im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Er verfügt über langjährige Erfahrung mit Meditation, Stillem Qigong, Energie- und Bewusstseinsarbeit und mythologischen Themen, sowie der Leitung von Gruppen. Weiterbildungen als Gestalttherapeut, Supervisor, Facilitator und Lehrer für Stilles Qigong.



I:  DAS MONDAUGE DES HORUS - WUNDE, HEILUNG UND GANZHEIT


Der Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf der Selbsterfahrung aus dem Blickwinkel eines seelisch verletzten Menschen, der einen Heilungsprozess durchlebt. Das bewusste Erleben der inneren Anteile und der einzelnen Schrittfolgen zur Heilung stehen dabei im Mittelpunkt.

Bilder und Figuren aus dem altägyptischen Mythos zum Mondauge des Horus unterstützen diesen Prozess und geben neue Impulse für die eigene Entwicklung.

Das Ziel ist die Bewusstwerdung der eigenen seelischen Wunde oder Verletzbarkeit als Potenzial eines individuellen Wachstums-, Reifungs- und Heilungsprozesses.


Seminarzeiten

Freitag, den 05.05.2017 von 18 – 22 Uhr

Samstag, den 06.05.2017 von 9 – 21 Uhr

Sonntag, den 07.05.2017 von 9 – 14 Uhr



II: DER VERWUNDETE HEILER


Das Folgeseminar zu „Das Mondauge des Horus“ erweitert Selbsterkenntnismöglichkeiten zum Thema Wunde, Heilung und Ganzheit. Im Fokus steht das Spannungsverhältnis zwischen dem verwundeten und dem heilen Anteil des therapeutisch tätigen Menschen.

Identifizieren sich Therapeut/innen einseitig mit dem heilen(den) Anteil, verleugnen sie womöglich die eigene Verletzlichkeit. So besteht die Gefahr, sich überlegen oder allwissend zu fühlen, was zu mangelndem Mitgefühl und Verständnis für das Gegenüber führen kann.

Wenn sich Therapeut/innen jedoch um einen bewussten Umgang mit beiden Anteilen bemühen, können sie daraus erheblichen Nutzen ziehen – für die ihnen anvertrauten Menschen, wie auch für sich selber! Die Annahme der eigenen Verletzlichkeit führt zu einer sich wandelnden, gereiften Therapeutenpersönlichkeit.

Orientierungshilfen für die Integration der beiden Anteile bietet der einzigartige altgriechische Mythos vom verwundeten Heiler Cheiron.


Seminarzeiten

Freitag, den 28.07.2017 von 18 – 22 Uhr

Samstag, den 29.07.2017 von 9 – 21 Uhr

Sonntag, den 30.07.2017 von 9 – 14 Uhr