Gestalt-Traumatherapie und Kreative Medien / Burnout-Prophylaxe

1-jährige Fortbildung über 8 Wochenendseminare

(Gestalt-Baustein 4. Jahr)

 

In den vergangenen Jahren hat die Traumaforschung erhebliche Fortschritte gemacht. Dabei wurde deutlich, dass zahlreiche der sogen. klassischen Persönlichkeitsstörungen offensichtlich auf frühe Traumatisierungen zurückgehen und deshalb anders begleitet werden müssten, als bis heute üblich; und: traumaauslösende Ereignisse und Gewalttaten nehmen in der jüngeren Zeit deutlich zu, so dass Traumabehandlungen einen zunehmend breiten Raum in der psychotherapeutischen Arbeit einnehmen werden; und schließlich: wenn man die sogen. Traumafolgestörungen als kreative Anpassungsleistungen der Seele versteht, können diese zu kostbaren Ressourcen der Betroffenen entwickelt werden.

Insbesondere dem letzten der 3 genannten Punkte fühlt sich die Fortbildung verpflichtet. Darüber hinaus dient sie der Vermittlung traumaspezifischer therapeutischer Ansätze und deren Methodik, unter Berücksichtigung eigener persönlicher Prozesse und Anliegen der TeilnehmerInnen.  Dabei kann ein großer Teil der Interventionen und Übungen auch mit nicht-traumatisierten KlientenInnen zur Stressreduktion, Entlastung, Burnout-Prophylaxe und -Behandlung angewandt werden und damit das eigene therapeutische Spektrum erheblich erweitern.

Für KlientInnen ist die Erfahrung, aus erlebnisbedingter ohn-mächtiger Sprachlosigkeit in eine ganz eigene (künstlerische) Ausdrucksprache zu finden von unschätzbarem Wert: so werden beängstigende Themen handhabbar, veränderbar und die KlientInnen erfahren sich (womöglich erstmalig) wieder als wirkmächtige und einflussnehmende Individuen. Diese Erfahrung ist sowohl für KlientInnen als auch TherapeutInnen immer wieder tief anrührend.

AbsolventInnen der Fortbildung erwerben die Fähigkeit, Traumatisierungen zu erkennen und diagnostisch einzuordnen; geeignete Interventionen im Sinne von Entlastung, Stabilisierung und Ressourcenbildung  anzuwenden; schrittweisen Umgang mit belastendem Material bis zur behutsamen Durcharbeitung; eine Fülle an traumaspezifischen Übungen und kreativen Techniken; einen eigenen und persönlichen Zugang zu kreativen Medien und Bewegung/Tanz im therapeutischen Kontext. Auf diesem Wege gelingen Bewusstseinsvertiefung, Handlungserweiterung und somit Lösung von einschränkenden Mustern – und das meint nicht nur die KlientInnen, sondern ebenso die TherapeutInnen in dieser Fortbildung.

(Die Fortbildung wird als "Gestalt-Baustein 4. Jahr" innerhalb unserer Ausbildung zum/r GestalttherapeutIn anerkannt, wenn der/die TeilnehmerIn die 3-jährige Basisausbildung Integrative Gestalttherapie abgeschlossen hat oder einen vergleichbarer Abschluss nachweisen kann.)

 

Leitung:        Ellen u. Christopher Tarnow

Gebühr:         Anzahlung € 400, anschließend 12 Monatsraten à € 180

Termine:       Beginn: Frühjahr 2018

Das ausführliche Curriculum erhalten Sie auf Anfrage.